Die traurige Geschichte von Wolfgang Riechmann

Wolfgang Riechmann, ein Düsseldorfer Sozialarbeiter und Elektronik-Pionier, nahm zwischen 1977 und 1978 sein einziges Soloalbum „Wunderbar“ auf, auf dem er bis auf das Schlagzeug alle Instrumente selbst spielte. Das Werk vereint hypnotische Sequenzer-Muster mit sphärischen Melodien und gilt als ein wegweisendes Kleinod der deutschen elektronischen Musik zwischen Krautrock und der „Düsseldorfer Schule“.
Die Veröffentlichung erlebte Riechmann nicht mehr, da er nur drei Wochen vor Erscheinen der LP in der Düsseldorfer Altstadt grundlos erstochen wurde. Lange Zeit vergessen, erlebte das Album im Jahr 2009 eine Wiederentdeckung als CD-Veröffentlichung und wird seitdem als ein Meilenstein der elektronischen Popmusik gefeiert.